Part 2: Zweiter Schritt zum Aufbau von virtuellen globalen Teams

Nachdem das Verständnis für virtuelle globale Teams geschaffen wurde, befassen wir uns damit, wie denn nun beim Aufbau vorgegangen werden muss.

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass die Herausforderung eines virtuellen globalen Teams nicht nur die geografische Aufteilung des Teams ist, sondern auch Zeitzonenunterschiede und kulturelle Unterschiede umfasst. Während beispielsweise das Team in Deutschland am Morgen mit der Arbeit beginnt, hat das Team in Indien bereits zum Mittagessen eine Pause eingelegt.
Da meistens alle Besprechungen und Diskussionen auf der Grundlage der Verfügbarkeit, Flexibilität und der Lage des Auftraggebers der deutschen Kollegen geplant werden, haben die externen Teammitglieder oft keine Mitbestimmung. Hier sollte immer auf ein ausgewogenes Verhältnis geachtet werden.

Auch wenn klar ist, dass es viele positive Aspekte durch die Konstellation eines globalen virtuellen Teams gibt, z.B.: Umsatzsteigerung, Kostensenkung, Produktivitätssteigerung und flexiblere Arbeitszeiten, gibt es auch die Kehrseite der Medaille, mit vielen Herausforderungen.

Die Auseinandersetzung mit kulturellen Unterschieden zwischen Teammitgliedern und Standorten ist ein Faktor, der berücksichtigt werden muss. Diese Unterschiede können Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit des Teams und den Output haben. Wenn Ihr Team zum Beispiel aus drei Deutschen und drei Indern besteht, also unterschiedliche kulturelle Hintergründe besitzen, ist davon auszugehen, dass es Unterschiede im Feedback und der Kommunikation gibt. Um das angenehmer zu gestalten, sollte vorher festgelegt sein, wie positives und vor allem negatives Feedback gegeben werden soll.

Eine Möglichkeit dieser Herausforderung zu begegnen, beginnt schon bei der Rekrutierung der richtigen Teammitglieder, welche vor allem auch den Blick für die internationaler Ausrichtung mitbringen müssen. So wird es leichter in einem einheitlichen Arbeitsstil zu arbeiten und das Modell mit dem „verlängerten Arm“ trägt Früchte. Ebenfalls ist es sehr hilfreich, persönliche Verbindungen zwischen den Teammitgliedern zu schaffen. So wird die jeweilige Teammoral auch als Einheit, also von allen gemeinsam, gelebt.

Für den Fall, dass es auch mal nicht so rund läuft und die Konfliktspirale sich verschärft, ist es die Rolle eines Moderators (Koordinators) diese Konflikte anzusprechen und gemeinsam mit dem Team aus der Welt zu schaffen. Ein effektives Konfliktmanagement ist hier unvermeidlich und sorgt dafür, dass das Zwischenmenschliche im Team nicht geschwächt wird. Egal ob Gruppendiskussionen oder vertrauliche Gespräche, proaktive Kommunikation kann Konflikte reduzieren.

Abschließend ist zum „Wie gehe ich beim Aufbau von virtuellen globalen Teams vor“ zu sagen, dass es direkt von Anfang an wichtig ist, miteinander zu kommunizieren und das alle beteiligten Teammitglieder sorgfältig ihre Schlüsselrollen managen und koordinieren.

Nachdem das „Wie“ definiert wurde, beschäftigen wir uns im nächsten Schritt noch mehr mit den Menschen in einem virtuellen globalen Team. (Part 3 folgt in Kürze)

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